: wir haben angst.

morgens ist es immer noch da. aber die wohnung ist nicht mehr dunkel und geräusche sind sichtbarer in ihrer ursache. gestern fühlte es sich an,als würden sie hinter türen warten, um uns herumlaufen.

warten. stimmenrascheln. der körper hatte als erstes angst, dann haben wir sie auch gedacht und gegen das rascheln und klappern gehalten. ist nur angst, keiner ist da. heut morgen ist es hell, viel zu hell und viel zu laut, obwohl wir die geräusche sehen können. aber das schafft distanz. wir sind mehr als unsere angst (?) aber es ist viel angst und gemeine angst. die nicht von den klappernden türen kommt, jetzt wo es hell ist, können wir das sehen. nur das hohle unruhige im innen geht nicht weg. wir sind mehr (!)  wir können…frühstücken, mit dem hund raus, einen tag planen, etwas tun. wir machen das alles, mit angst. etwas eigenes dorthin_stellen_halten_wummern wo die angst uns kleinzubrechen droht. die angst nicht das denken bestimmen lassen(!) wir vergleichen_summieren wo dieses fühlen schon mal war, erinnerungsmomente aus dem heute und gestern. als es schon vorbei war. aber dieses angst-genannte-ding im innen uns hat losrennen lassen, verkriechen, nicht mehr wissen, auch nicht weiter denken lassenkönnen. es ist laut. wie ein signal. alarm.überlegungen was von alledem für alarm sorgen könnte. jetzt gerade_vieles. unsere bewegungen im innen, das hinschauen, sprechen, fragen. angst soll uns zurücktreiben ins stumm sein, wegschauen, halten, keinen ausweg suchen. können wir das aushalten? ja, können wir. sie lässt hände noch unförmiger werden, den körper fremd, den boden unsichtbar_das ist schon schwerer auszuhalten. angst verfärbt alltag.angst ist auch das zerfallen von sätzen die eben noch dort waren wo der kopf das denken beschützt. die bewegung von menschen und autos nicht mehr linear auf der straße verlaufen,stattdessen vor den augen zerfallen. im innen werden bewegungsräume gefluttet_uns voneinander trennend. angst warnt davor etwas zu tun. so haben wir es gelernt. das was ihr als angst bezeichnet ist eigentlich das anschwellen von signalen das wir etwas entgegen _dem gewollten_ tun. dann ist angst etwas, wo wir entscheiden können. uns verkriechen und abwarten, stillhalten. bis es wieder aufhört. _oder_ zur kenntniss nehmen,das wir etwas anders machen als gewollt oder angelegt, gebiete betreten wo wir alarmgeber auslösen, die den weg bewachen. angst ist abwägen welche handlung erwartet wird. angst ist den winzigen augenblick erfassen in dem jemand (anderes) entscheidet,was als nächstes geschieht. angst ist wissen um wasser.kalt.nichtatmenkönnen.um körper.groß.eindringend.schmerz.um dunkel.raum.blitzenimkörper.um herabschmetternde.hände.stangen.lederreimen.um steine.aufdemkörperimdunkeln.

das ist ein teil von: wir haben angst.

versuchen.mehr zu sein als die angst.sie mit diesem mehr umschließen und dem entgrenzen einen neue grenze zu geben.

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